Jessica M Alleva Ph.D.

Wie verbessert Yoga das Körperbild?

Eine neue Studie zeigt die Wege zwischen Yoga und positivem Körperbild.

Foto von Agung Pandit auf Pexels
Quelle: Foto von Agung Pandit auf Pexels

Yoga entstand vor über 4.000 Jahren in Indien und ist in westlichen Gesellschaften äußerst beliebt geworden. Allein in den USA gaben fast 37 Millionen Erwachsene an, in den letzten sechs Monaten Yoga praktiziert zu haben. Hatha ist die häufigste Form des Yoga, die in westlichen Gesellschaften praktiziert wird und körperliche Körperhaltungen beinhaltet (d. H. Asanas), Atemübungen (d.h. Pranayama), und Meditation (d.h. Dhyana).

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass das Üben von Yoga nicht nur dazu beiträgt, dass die Menschen mehr Ruhe und körperliches Wohlbefinden erreichen, sondern auch dazu, dass sie sich positiver fühlen Körper. In unserer neuesten Studie stellten meine Kollegen und ich die Frage: Wie Genau führt Yoga zu einem positiveren Ergebnis Körperbild?

Die Studium

Die Teilnehmer waren 114 Frauen in den Niederlanden, die zufällig einem Hatha-Yoga-Programm oder einer Wartelisten-Vergleichsgruppe zugeordnet wurden. Das Hatha-Yoga-Programm umfasste 10 wöchentliche einstündige Kurse, die von einem Hatha-Yogalehrer mit 10 Jahren Unterrichtserfahrung geleitet wurden (die vollständige Beschreibung des Yoga-Programms finden Sie hier). Die Kurse folgten den Prinzipien des Hatha Yoga und der Ausbilder wies die Teilnehmer nicht ausdrücklich an, ihre Gefühle gegenüber ihrem Körper zu ändern (was sonst unsere Ergebnisse verzerrt hätte). Der Ausbilder war sich der Ziele der Forschung nicht bewusst.

Um die Veränderungen des positiven Körperbildes und die möglichen Mechanismen der Auswirkungen von Yoga auf das positive Körperbild zu messen, füllten alle Teilnehmer vor Beginn der Studie, in der Mitte des Yoga-Programms, am Ende des Yoga-Programms und einen Monat lang Fragebögen aus nachher. Auf diese Weise konnten wir testen, ob es im Zeitverlauf Unterschiede zwischen den Frauen im Yoga-Programm und den Frauen in der Vergleichsgruppe gab und was diese Veränderungen erklärte.

Unerwartet fanden wir, dass Frauen in beide Gruppen Im Laufe der Zeit wurden Verbesserungen des Körperbildes festgestellt: Sie fühlten sich ihrem Körper gegenüber wertschätzender, mitfühlender gegenüber ihrem Körper und zufriedener mit ihrem Aussehen. Es ist unklar, warum selbst die Frauen in der Vergleichsgruppe ihren Körper positiver beurteilten, aber vielleicht ermutigten sie die Teilnahme an der Studie und das Ausfüllen der Fragebögen, über ihr Körperbild nachzudenken.

Trotzdem fanden wir wichtige Gruppenunterschiede in Bezug auf zwei unserer Ergebnisse und diese zeigten wichtige Wege zwischen Yoga und positivem Körperbild:

  1. Frauen im Yoga-Programm verzeichneten größere Rückgänge in Selbstobjektivierung. Selbstobjektivierung bedeutet, den eigenen Körper hauptsächlich danach zu betrachten, wie er ist sieht aus - anstatt was es kann do. Diese Verringerung der Selbstobjektivierung führte zu einer Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körpermitgefühls bei Frauen im Yoga-Programm.
  2. Frauen im Yoga-Programm verzeichneten größere Zuwächse in positive Ausführungsform. Positive Verkörperung bedeutet, sich positiv mit Ihrem Körper verbunden zu fühlen, sich in Ihrem Körper „zu Hause“ zu fühlen, anstatt Ihren Körper als Hindernis oder als etwas anzusehen, gegen das gekämpft werden muss. Die Zunahme der positiven Verkörperung bei Frauen im Yoga-Programm führte zu Verbesserungen der Körperwahrnehmung, des Körpermitgefühls und der Zufriedenheit mit dem Aussehen.

Die Nachricht zum Mitnehmen

Viele Studien haben gezeigt, dass Yoga Menschen helfen kann, sich positiver über ihren Körper zu fühlen, aber die Frage blieb: Wie?

Basierend auf unserer Studie können wir den Schluss ziehen, dass Yoga zu einer Verbesserung des positiven Körperbildes führen kann, indem es Frauen hilft, ihren Körper weniger in Bezug auf sein Aussehen als vielmehr in Bezug auf seine Möglichkeiten zu sehen. Darüber hinaus kann Yoga Frauen helfen, sich positiv mit ihrem Körper verbunden zu fühlen, was zu weiteren Verbesserungen des positiven Körperbildes führen kann. Wenn Frauen weniger mit ihrem Aussehen beschäftigt sind und sich positiver mit ihrem Körper verbunden fühlen, können sie sich möglicherweise wertschätzender und mitfühlender gegenüber ihrem Körper fühlen und mit ihrem physischen Aussehen zufriedener sein. Dies ist nicht nur gut für das Gefühl von Frauen in Bezug auf ihren Körper, sondern unzählige Studien zeigen, dass ein positives Körperbild für das allgemeine körperliche und geistige Wohlbefinden wichtig ist.

Schließlich ist es wichtig anzumerken, dass Yoga in westlichen Gesellschaften oft „entführt“ wird, wobei viele seiner traditionellen Lehren entfernt oder geändert werden. Studien haben gezeigt, dass Yoga oft gelehrt, dargestellt und praktiziert wird, um einen „heißen Körper“ oder „Yoga-Körper“ zu erreichen. Wenn Sie beispielsweise nach "Yoga" suchen, werden Sie feststellen, dass die meisten Bilder kulturelle Schönheitsideale darstellen. Wenn körperliche Aktivitäten gelehrt und mit einer Denkweise des Aussehens geübt werden (d. H. Abnehmen, um einen „Yoga-Körper“ zu erhalten), schadet dies tatsächlich dem Körperbild und dem Wohlbefinden. Damit Yoga einen positiven Einfluss hat, ist es daher wichtig, traditionellen Formen des Yoga zu folgen, die eine positive Verbindung zwischen Geist und Körper betonen und die Bedeutung des Aussehens herunterspielen.

Den vollständigen Forschungsbericht können Sie hier kostenlos lesen.

Verweise

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